Social Media? Muss man sich mit diesem Hype beschäftigen? Man muss, es ist nämlich kein Hype. Social Media ist nämlich im Grunde nichts Neues, sondern zwischenmenschliche Kommunikation, die heute eben in allen Bereichen auch im Internet stattfindet. Was hierbei anfangs noch per E-Mail zwischen Einzelpersonen und dann langsam über Foren zwischen einer größeren Anzahl von Personen ablief, ist heute auf Social-Media-Plattformen Alltag, wird von potenziell tausenden Mitlesern beobachtet, und wird auch nicht mehr verschwinden. Für Unternehmen ergeben sich dadurch zahlreiche Möglichkeiten, sich ins rechte Licht zu setzen.

Chancen durch Social Media

Zunächst einmal bedeutet der Umstand, dass man mit einer Social-Media-Plattform, die regelmäßig mit interessantem Content bespielt wird, relativ zügig sehr viele Fans bzw. Follower und damit interessierte, potenzielle Kunden erreichen kann. Da sich unter den Lesern auch noch oft branchenrelevante Influencer auf Informationssuche befinden, welche dann die Veröffentlichungen wiederum auf eigenen Plattformen weitergeben, potenziert sich diese Reichweise noch einmal enorm. Ohnehin verbringen laut Studien in Deutschland Internetnutzer 2,1 Stunden pro Tag in sozialen Netzwerken, außerdem posten 50 % aller Nutzer hier mindestens einmal pro Monat Bemerkungen über Unternehmen oder ihre Angebote.

Optimale Voraussetzungen also, dort PR zu betreiben, mit Kunden und Kritikern in einen Dialog zu treten und die Markenbekanntheit bzw. -beliebtheit zu steigern. Heißt dies nun, dass man seine Werbung, die man zuvor in analoger Weise unter die Menschen brachte, nun eben auch noch parallel auf Facebook veröffentlichen kann und damit ganz nebenbei mehr Kunden erreicht? Mitnichten! Denn Social Media ist erstens kein plumper Werbekanal, und erfordert zweitens als Dialogkanal auf Augenhöhe mit den Rezipienten ganz andere Arbeitsweisen und Umgangsformen als in der klassischen Werbung. Wer hier viel falsch macht, kann durch den Einsatz von Social Media das Unternehmen sogar nachhaltig schädigen und Krisen herbeiführen.

... und Herausforderungen

Um Chancen durch Social Media nutzen, Risiken aber umschiffen zu können, müssen sich Unternehmen im Kundendialog vor ihrem Engagement dort auf grundlegend neue Kommunikationsformen einstellen. Haben Werbetreibende früher Inhalte per Anzeigen und Werbetafeln in der analogen Welt, oder auch mittels Bannerwerbung im Internet veröffentlicht, so konnten Konsumenten die Informationen nur einseitig aufnehmen. Ein Dialog fand dabei nur unter vier Augen bzw. an der Telefonhotline statt. Im Zeitalter von Social Media haben sich Unternehmen jedoch gleich auf mehrere gravierende Änderungen einzustellen. Erstens erwarten Kunden im schnelllebigen Web regelmäßig interessante Inhalte, zweitens reagieren sie in Echtzeit mit Kritik oder Rückfragen auf sie und erwarten auch ebenso zügig Antworten, und drittens finden solche Kundengespräche - je nach Anzahl der Fans/Follower der Kanäle - vor den Augen ggf. (zig)tausender anderer Kunden statt, die den Kundendialog kritisch beobachten. Dies bedeutet, dass Sie in der Web 2.0-Sphäre nicht im schlimmsten Fall nur wenige Kunden für sich gewinnen, sondern bei unprofessioneller Handhabung schnell einen Shitstorm auslösen und massenhaft Kunden gegen sich aufbringen und verlieren können.

Mit "Wir machen dann auch mal eben so eine Facebook-Seite für kostenlose Werbung im Internet" ist es also nicht getan. Es benötigt eine zuvor kompetent ausgearbeitete Social-Media-Strategie, die sich an ihren Unternehmenszielen orientiert, Prozesse anpasst und erfolgreiches Community-Management ermöglicht. Legen Sie die Auswahl, Planung, Organisation und Dialogführung Ihrer Social-Media-Präsenz in Experten-Hände. Ich bin zertifizierter Social-Media-Manager [384 KB] der renommierten "Social Media Akademie (SMA)" aus Mannheim. Haben Sie in diesem Bereich Bedarf oder Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit mir auf.